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18.09.2006 12:46 Uhr

Datenreport 2006 erschienen

 

Der neue "Datenreport 2006" ist erschienen. Das Kompendium enthält eine Zusammenstellung aus aktuellen Daten der amtlichen Statistik und neuen Ergebnissen der Umfrage- und Sozialforschung.

Unter allen Europäern blicken die Deutschen am pessimistischsten in die Zukunft. Nur 24 Prozent glauben, dass es ihnen in fünf Jahren besser gehen wird als heute. Allein die Tschechen (26 Prozent) sehen ihre persönliche Zukunft ähnlich düster. Ganz anders die Iren, von denen 61 Prozent optimistisch in die Zukunft schauen, gefolgt von den Spaniern mit 59 Prozent. Zu diesen Ergebnisen kommt der Datenreport 2006 auf der Basis europaweiter Befragungen. Die elfte Ausgabe dieses inzwischen zum Standardwerk gewordenen Handbuchs wurde gestern in Berlin vorgestellt. Der „Datenreport 2006 – Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland“ bietet umfassende Informationen zur politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit in Deutschland. Aktuellste Daten zu Themen wie Bildung, Gesundheit oder Erwerbstätigkeit sind anschaulich und allgemein verständlich aufbereitet. Er wird vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit Forschern des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Zentrums für Umfragen, Methoden und Analysen in Mannheim (ZUMA) erstellt . Weiter enger Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg Der neue Datenreport belegt weiterhin, worauf auch internationale Vergleichsstudien bereits hingewiesen hatten: Es gibt in Deutschland einen engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Migrationshintergrund und Schulerfolg. So belegt die Studie, dass Migrantenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien Kindergarten oder Vorschule seltener besuchen als Kinder aus Familien mit höherem sozialen Status. Der Befund ist insofern alarmierend, weil die vorschulische Bildung sich nachhaltig auf den gesamten späteren Bildungsverlauf auswirkt. So haben Migrantenkinder mit vorschulischer Bildung eine zweimal höhere Chance, ein Gymnasium zu besuchen als Migrantenkinder ohne Vorschule. Auch (westdeutsche) Arbeiterkinder haben eine etwa fünf Mal höhere Chance, das Gymnasium zu besuchen, wenn sie den Kindergarten oder die Vorschule besucht haben.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des statistischen Bundesamtes. Hier kann der Datenreport auch komplett oder kapitelweise kostenlos als PDF heruntergeladen werden.