Zahl der Lese- und Schreibkurse für Erwachsene steigt
In Deutschland gibt es vermutlich vier Millionen funktionale Analphabeten, die schlechter lesen und schreiben können, als das gesellschaftlich erwartet wird. Unterstützung finden sie insbesondere bei den Volkshochschulen. Immerhin 316 der etwa tausend Volkshochschulen bieten Lese- und Schreibkurse für Erwachsene an. Doch der Versorgungsgrad mit Alphabetisierungskursen ist in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich.
Nach einer vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. vorgelegten Übersicht beträgt die Kursdichte in Deutschland durchschnittlich 35 Kurse pro eine Million Einwohner. Besonders gut sieht es in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin aus. Dort werden mehr als 70 Kurse pro eine Million Einwohner durchgeführt.
Zwölf Bundesländer konnten ihr Angebot in 2006 im Vergleich zum Vorjahr ausbauen. „Das ist eine hoffnungsvolle Entwicklung“, so Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Allerdings müssten weitaus mehr bezahlbare Kurse eingerichtet werden, um allen Betroffenen eine zweite Chance auf Lesen und Schreiben zu ermöglichen. „Der Bund bringt die Alphabetisierung und Grundbildung durch zahlreiche neue Forschungsprojekte voran. Jetzt sind die Länder in der Verantwortung.“ fordert Peter Hubertus.
Der Verband bietet über das ALFA-TELEFON (02 51 / 53 33 44) kostenlose Beratung und Informationen über Lese- und Schreibkurse in ganz Deutschland an.
Kontakt: Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Peter Hubertus, Geschäftsführer Tel. 02 51 / 5 34 69 40 bundesverband@alphabetisierung.de
Weitere Informationen: Nähere Hintergrundinformationen zu den Kursangeboten und zur Kursdichte in den Bundesländern finden Sie in der Übersicht