Für sie bewegen sich Buchstaben in Texten so wirr wie in einer Buchstabensuppe, so dass Speisekarten, Fahrpläne und Aushänge ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Trotz absolvierter Schulpflicht sind sie nicht in der Lage, eine Zeitung zu lesen, ein Formular auszufüllen oder einen Brief zu schreiben. Sie gelten als funktionale Analphabeten. Die Frankfurter Buchmesse engagiert sich mit dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung für die Förderung des Lesens und Schreibens.
Die Akteure nutzen vom 14. bis 18. Okotber täglich von 9:30 bis 17:30 Uhr die "LitCam live!"-Bühne ("Frankfurt Book Fair Literacy Campaign") auf der Buchmesse (Halle 4.2 Stand B1448), um Unterstützungsangebote in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und um Verständnis für die schwierige Situation von Menschen zu werben, die nicht richtig lesen und schreiben können. Gemeinsam stellen sie ein informatives, interaktives und kreatives Programm auf die Bühne, das zum Mitmachen und Nachdenken anregt. "LitCam"-Initiatorin Karin Plötz erklärt: "Wir bieten eine Plattform, um den Austausch und die Vernetzung von Organisationen und Lernenden aus den Bereichen Alphabetisierung und Grundbildung zu fördern und neue Strategien zu entwickeln. Als Buchmesse erreichen wir Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Lesen eröffnet Horizonte! Wenn wir mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass Menschen ihre Bildungs- und Lebensperspektiven verbessern sind wir auf dem richtigen Weg." ...