Fachtagung 2012

19. September bis 21. September| Bad Wildungen

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie wenn Sie auf die orange unterstrichenen Titel klicken.

B 1 Offener Unterricht im Alphabetisierungskurs
Sie möchten Ihren Unterricht offener gestalten und suchen nach Anregungen für geeignete Unterrichtsformen und Lernmaterialien? Dann sind Sie hier richtig! Im Workshop „Offener Unterricht im Alphabetisierungskurs“ werden offene Unterrichtsformen wie Projektarbeit, Wochenplan und Freiarbeit anhand von Praxisbeispielen erläutert und diskutiert. Vielfältige Lernmaterialien (auch für die Arbeit am Computer) werden vorgestellt bzw. Ideen für die eigene Gestaltung von Materialien (auch gemeinsam mit Lernenden) entwickelt.

Zielgruppe: Lehrende

Kathleen Bleßmann, Diplom-Pädagogin, Kursleiterin und Mitarbeiterin im A.B.C.-Projekt (2007-2011), ist seit 1995 in der Alphabetisierungsarbeit tätig.

 

 

 

 

 

B 2 Fliegendes Klassenzimmer

Lernungewohnte Menschen scheuen häufig den Weg zu uns in die Volkshochschule und möchten lieber in einem ihnen vertrauten Umfeld lernen. Aus diesem Grund bieten wir niedrigschwellige Kurse mit mobilen Computern in Räumen von Kooperationspartnern an, z.B. bei Nachbarschaftstreffs, in Beratungsstellen oder in Gemeindehäusern. In den Kursen wird in die Bedienung des Computers eingeführt, der Umgang mit Standardprogrammen und dem Internet geübt und es werden einfache Texte verfasst und Lernprogramme ausprobiert. Dabei arbeiten wir hauptsächlich mit dem Internetportal www.ich-will-lernen.de.
Im Workshop geht es u. a. um folgende Fragen: 1. Welche Kooperationspartner bieten sich für eine Zusammenarbeit an und wie lassen sie sich in die Arbeit einbeziehen? 2. Welche Vorbereitungsarbeiten sind nötig, um ein derartiges Projekt zu starten? 3. Wie gestaltet sich die Öffentlichkeitsarbeit? 4. Welche Inhalte werden in den Kursen vermittelt? 5. Wo liegen die Vorteile dieses Ansatzes im Vergleich zu herkömmlichen Kursen? 6. Wo liegen die Grenzen dieses Ansatzes? Wir stellen unsere Ideen und Ansätze zur Diskussion und freuen uns auf einen regen Austausch mit den Workshop-Gästen.

Zielgruppe: Lehrende

Ute Koopmann ist seit über 30 Jahren mit dem Thema Grundbildung befasst, zunächst als Kursleiterin, später als Programmbereichs- und Projektleiterin. Sie hat beinahe alle Methodenstreits, Konzeptentwürfe und Strategiediskussionen in der bundesweiten Grundbildungsszene miterlebt. Mitte der 80-er Jahre hat sie begonnen, auf Landes- und Bundesebene Fortbildungsseminare für Mitarbeiter/innen in der Grundbildung durchzuführen. Seit vielen Jahren engagiert sie sich im Auftrag des niedersächsischen Landesverbandes der Volkshochschulen im DVV-Arbeitskreis „Grundbildung und Zweiter Bildungsweg“, seit 2009 als Sprecherin.

B 3 Analphabeten in Deutschland – gibt es die wirklich?

Seit 2010 arbeitet im Freistaat Sachsen die mit ESF-Mitteln geförderte Koordinierungsstelle Alphabetisierung koalpha. Eine Aufgabe von koalpha ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Funktionaler Analphabetismus zu sensibilisieren.
Der im Titel der Diskussionsrunde formulierten Frage begegnen die Mitarbeiterinnen von koalpha dabei immer wieder – sowohl von interessierten Mitbürgern, als auch von Kursanbietern, die Lerner suchen.
In der Veranstaltung wird vorgestellt, mit welchen Mitteln das Thema in der Öffentlichkeit durch koalpha angesprochen wird, welche Partner diese Arbeit unterstützen und welche Resonanz dabei erzielt werden konnte.
Durch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit sollen Lerner erreicht und für eine Kursteilnahme gewonnen werden. Welche Wege sind dabei erfolgreich? Wie können Lerner motiviert werden?
Zu beiden Aspekten wollen wir mit den Veranstaltungsteilnehmern ins Gespräch kommen, deren Rückmeldungen aufnehmen und Erfahrungen austauschen, um Ideen für die weitere Arbeit zu entwickeln.

Zielgruppe: Lehrende

Ingrid Ficker ist Diplomlehrerin für Russisch und Englisch und seit über 20 Jahren in der Erwachsenenbildung in unterschiedlichen Aufgabengebieten u.a. auch als Lehrkraft DaF tätig. Seit 2010 leitet sie als Projektkoordinatorin die Koordinierungsstelle Alphabetisierung Sachsen koalpha.

 

 

Iris Nußbaum ist Diplomlehrerin Sekundarstufe 1 für Deutsch und Russisch. Ab 1983 war sie im Schuldienst der DDR und in Hessen tätig. Seit 1999 arbeitet sie bei privaten Bildungsträgern in verschiedenen Aufgabenbereichen u.a. als Lehrkraft DaF in Integrationskursen. Seit 2010 ist sie Standortkoordinatorin der Koordinierungsstelle Alphabetisierung für den Bereich Dresden und Ostsachsen.

B 4 Mehr als Lesen und Schreiben - Erfahrung mit arbeitsweltorientierten Vollzeitangeboten „Lesen und Schreiben e.V. Berlin“
Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, für das „Mehr“ in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit zu sensibilisieren, gemeinsam darüber zu sprechen und Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Lesen und Schreiben e.V. Berlin (LuS) arbeitet seit 30 Jahren als lernende Organisation ausschließlich für die Zielgruppe. „Voneinander lernen und miteinander handeln“ ist tägliche Praxis für Mitarbeiter/innen und Lernende. Sie stellen hier gemeinsam die Arbeit und das Konzept vor, geben Einblicke von der Akquise bis zum regulären Tagesablauf, zur Motivation der Teilnehmer und zur konkreten Situation von LuS in Berlin. Berichtet wird über die Verbindung zwischen Unterricht und Praxisbereichen (Garten, Werkstatt, Küche, Kartuschenprojekt), die Arbeit der Sozialpädagogin und der Ehrenamtlichen, aber auch über die Angebote und Aktivitäten darüber hinaus! Wir laden Lerner wie Fachleute herzlich ein.
Die Veranstaltung am Nachmittag kann davon unabhängig besucht werden.

Zielgruppe: alle

Ingan Küstermann ist Diplompädagogin für Erwachsenenbildung und berufliche Fortbildung und Grund- und Hauptschullehrerin für Deutsch und Kunst. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen im Bildungs- und Kulturmanagement. Seit 1997 ist sie in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit bei Lesen und Schreiben e.V. Berlin tätig.
Sie war maßgeblich an der Herausgabe des Lehrwerkes „Einsteigen bitte“ beteiligt und leitet die Schreibwerkstatt und den Zeitungskurs.

B 5 Zugänge in der Alphabetisierung/Grundbildung: Distanzen abbauen und Vertrauen aufbauen

Die Ursachen der Nicht-Teilnahme an organisierter Weiterbildung werden oftmals individualisiert. Aus der Perspektive der Weiterbildungsanbieter stellt sich jedoch die Frage, inwiefern die bisherigen Angebotsformen, Lernorte, Marketingstrategien und Ansprachewege eine Distanz zu den potenziellen Lernenden erzeugen. Als eine gute Möglichkeit, diese „Distanz“ abzubauen und potenzielle Teilnehmende zu erreichen, haben sich Projekte und Initiativen erwiesen, die sozialraumorientierte Prinzipen berücksichtigen: Partizipation der Betroffenen, Orientierung an deren Lebenslagen, Nutzung der Ressourcen, Netzwerke und Kooperationen vor Ort, Erreichbarkeit der Angebote. Im Workshop werden exemplarische Good-Practice-Beispiele aus Deutschland und Spanien im Bereich Grundbildung diskutiert, in denen es gelungen ist, Zugänge zu schaffen und Weiterbildungsbarrieren zu überwinden. Mit den Workshop-Teilnehmenden möchten wir Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung diskutieren.

Monika Tröster, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Programm „Inklusion/Lernen im Quartier“ am DIE in Bonn; Leitung nationaler und transnationaler Projekte im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung; Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Trends im Bereich Alphabetisierung/Grundbildung, Lernberatung, Professionalisierung; weitere Aktivitäten: Mitglied der International PIAAC Literacy Expert Group; Vertretung des DIE im Bündnis Alphabetisierung und Grundbildung; Lehrbeauftragte an der Universität Münster.

Ewelina Mania, Diplom-Pädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Programm „Inklusion/Lernen im Quartier“ am DIE in Bonn; Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Professionalisierung des Weiterbildungspersonals und Adressaten- und Zielgruppenforschung (Bildungsverhalten und -beteiligung; Bildungsbarrieren und –widerstände); ausgewählte Projekte: Projektverbund „ProGrundbildung“, Lernen im Quartier – Bedeutung des Sozialraums für die Weiterbildung“ (LIQ); Lehrbeauftragte an der Universität Koblenz-Landau.

B 6 Wo guter Rat nicht teuer ist: Kollegiale BeRATung - (Fast) kostenlos, aber wahrlich nicht umsonst und oft überaus hilfreich!

Machen Sie Bekanntschaft mit einem Verfahren, das Sie in Ihrer praktischen Arbeit ebenso einfach wie hilfreich unterstützen kann. Lernen Sie eine meist bewusstseinserweiternde Problemlösungs- und somit Motivations-Erhaltungs-Methode für KursleiterInnen in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit kennen und ziehen Sie ggfs. Ihren Nutzen daraus!
Was ist das denn nun eigentlich – Kollegiale Beratung? Eine Beschreibung wäre: „Sie ist ein durch eine Gruppe von Gleich-Gesinnten induzierter Selbsthilfeprozess.“ Dabei können die jeweilige Rollen-Aufteilung der Akteure in Fallgeber, Moderator und Berater sowie ein klar formal und zeitlich gegliedertes Ablauf-Schema dazu führen, u.a. durch Perspektivwechsel bzw. -erweiterung zu neuen Ideen/Lösungen/Handlungsalternativen zu gelangen.
Was erwartet Sie? Nach einer kurzen theoretischen und methodischen Einführung werden wir gemeinsam eine Kollegiale Beratung durchführen - ganz praktisch! Und zum Abschluss natürlich ein kritischer Blick auf Einsatzmöglichkeiten und Grenzen des Verfahrens …
Sind Sie neugierig geworden? Dann: Nur Mut! Profitieren Sie von der Kompetenz, der Erfahrung und der Kreativität Ihrer Mit-StreiterInnen!

Zielgruppe: Lehrende

Brigitte Trapp ist Diplom-Psychologin und Systemische Familientherapeutin. Seit über 25 Jahren ist sie als Lehrerin und Trainerin in der Erwachsenenbildung tätig. Ihr besonderes Interesse gilt den Bereichen Grundbildung und Alphabetisierung sowie einer an Kompetenz orientierten Diagnostik (besonders im Berufsbildungsbereich) und der daraus abgeleiteten Entwicklung adäquater Förder-Konzepte.

B 7 Zweitsprachliche Alphabetisierung mit ich-will-deutsch-lernen.de

Das Lernportal www.ich-will-deutsch-lernen.de wird ab Sommer 2013 ein innovatives Lernangebot für Kurse und Selbstlerner bieten, die die deutsche Sprache erwerben und gleichzeitig Lesen und Schreiben lernen wollen.
Eine Besonderheit des Angebots besteht in der Trennung der Progressionen im Schriftspracherwerb und mündlichen Zweitspracherwerb, so dass Lernende aus beiden Bereichen Basisübungen und anspruchsvollere Übungen frei miteinander kombinieren können. Dies bietet in heterogenen Integrationskursen mit Alphabetisierungsbedarf die Möglichkeit, den Teilnehmenden zum gleichen Thema und ausgehend von demselben Videoimpuls unterschiedliche Übungen zu bieten, die nach Lernbedürfnissen und -voraussetzungen differenziert einsetzbar sind.
Im Workshop stellen wir das Konzept zum Alphabetisierungsangebot in der Zweitsprache Deutsch vor und veranschaulichen es mit ersten vorliegenden Grafiken und Übungen. Wir informieren über technische Voraussetzungen und diskutieren mit Ihnen die Einsatzmöglichkeiten des Portals und Unterrichtskonzepte, die e-learning mit Präsenzkursen gewinnbringend verbinden.

Zielgruppe: Lehrende

Celia Sokolowsky ist seit 2011 Referentin für Deutsch als Zweitsprache und zweitsprachliche Alphabetisierung im Projekt ich-will-deutsch-lernen.de.
Zuvor hat sie viele Jahre als Kursleiterin im Bereich Deutsch als Zweitsprache und Alphabetisierung in der Zweitsprache Deutsch gearbeitet, war als Qualifizierende im Rahmen der ZQ DaZ und ZQ Alphabetisierung tätig und freie Mitarbeiterin der Universität Bielefeld im Fach Deutsch als Fremdsprache.

B 8 Gemeinsam schaffen wir es! – Heterogene Lerngruppen in der Alphabetisierung

Grundlegend für das Konzept des Nürnberger Alphazentrums war die These, dass es keine homogenen Lerngruppen in der Alphabetisierung und Grundbildung geben kann. Demzufolge starteten wir 2007 den Versuch, das Kursformat der Teilnehmerstruktur anzupassen und nicht die Teilnehmerstruktur dem Kursformat. Grundsätzlich handeln wir im Sinne sozial-integrativer Bildung und bilden gemischte Lerngruppen unabhängig von Herkunft, Alter, Unversehrtheit und Geschlecht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denn wo sollte man anders soziale Integration erleben, wenn nicht beim gemeinsamen Lernen? Im Workshop wird das Nürnberger Modell der Alphawerkstätten vorgestellt und soll dann – gerne auch kritisch - diskutiert werden: Welche besonderen Lerneffekte gibt es in heterogenen Gruppen? Wo sind die Grenzen der Heterogenität? In welchem Ausmaß profitieren die Betroffenen von der Vielfalt? Ihre Erfahrungen, Ihre Meinungen und Ihr Fachwissen sind gefragt, um das Konzept der sozial-integrativen Alphabetisierung und Grundbildung zu optimieren.

Zielgruppe: alle

Dr. Ursula Klimiont, 1966 in Nürnberg geboren, dort aufgewachsen und geblieben.  Im Anschluss an das Studium habe ich zum Thema „Kreatives Schreiben im vielsprachigen Deutschunterricht mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ promoviert. Nach einigen Jahren selbstständiger Tätigkeit – u.a. Kursleiterin in Deutsch- und Alphabetisierungskursen – wurde ich Fachbereichsleiterin der Nürnberger VHS und wandte ich mich der beruflichen Bildung und dem Übergangsmanagement zu. 2006 wurde ich Fachteamleiterin für sozial-integrative Bildung und konnte in dieser Funktion das Alphazentrum aufbauen und damit wieder zu meinem Lieblingsthema – Alphabetisierung und Grundbildung – zurückkehren.

B 9, 1. Teil Nur gemeinsam sind wir stark (10.30-11.30 Uhr)

Die ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg existiert seit eineinhalb Jahren. Im Workshop wird über die Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit dem Problem der Schreib- und Leseschwäche bei Erwachsenen berichtet.
Welche Ziele hat die ABC-Selbsthilfegruppe und was will sie noch verändern?
Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe werden im Workshop folgende Fragen diskutieren: Welche Stärken kann eine Selbsthilfegruppe entwickeln? Welche Anspracheformen sind für Lernende geeignet? Was bedeutet die Vernetzung und wie kann sie genutzt werden? Was kann Öffentlichkeitsarbeit bewirken? Was macht die Politik mit uns und wie treten wir den Politikern entgegen? Wie können wir uns stark machen für die Alphabetisierung? Vieles haben wir als Grundlage für unsere Arbeit bereits geschaffen, die Selbsthilfegruppe hat sich gefestigt und organisiert.
Doch es ist erst der Anfang für uns Lerner und wir wissen, dass es für unsere Arbeit noch viele gute Ideen und Impulse geben wird. Nur gemeinsam sind wir stark!

Zielgruppe: Lernende

Brigitte van der Velde ist Lernende in Grundbildungskursen der VHS Oldenburg. Seit 2003 hat sie regelmäßig an allen Fachtagungen des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung teilgenommen und häufig Workshops für Lernende angeboten. 2005 hat sie in einem bundesweiten Literaturwettbewerb einen 3. Preis für ein Gedicht gewonnen. Von ihr liegen viele Texte, Zeitungsartikel, Radiointerviews und TV-Dokumentationen rund um das Thema Alphabetisierung vor. Im April 2011 hat sie mit Ernst Lorenzen die ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg gegründet. Gemeinsam mit ihm präsentiert sie die Forderungen der Lernenden in der Öffentlichkeit.

Ernst Lorenzen ist ebenfalls seit 2 ½ Jahren Lernender im ABC-Intensivkurs bei der VHS Oldenburg. In der Dokumentation des A.B.C.-Projektes ist sein Lernertagebuch der ersten 8 Monate veröffentlicht. Im April 2011 hat er mit Brigitte van der Velde die ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg gegründet. Zum Weltalphatag 2011 hielt er vor über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bildung eine bemerkenswerte Rede. Seitdem sind viele Zeitungsartikel und Radiointerviews von ihm erschienen. In einem Werbespot der Volksbanken Raiffeisenbanken erzählt er von seinem ersten Brief an seine Tochter, den er mit 55 Jahren geschrieben hat. Seine Handschrift wurde als digitalisierte Schriftart für PCs erstellt („Ernst55“). Diese Schriftart lässt sich kostenlos herunterladen und bringt der Selbsthilfegruppe pro Klick eine Spende von 1 €.

B 9, 2. Teil Motivation - Haben Sie Knöpfe? (11.30-12.30 Uhr)

Nichts geht so richtig voran, es macht einfach keinen Spaß mehr und der Erfolg bleibt aus. Ob als Lehrer oder Lernender: Wenn die Luft raus ist, dann brauchen Sie Knöpfe, Motivationsknöpfe! Motivationsknöpfe sind Denk- und Gefühlsgewohnheiten, die wir aktivieren können, um uns in einen Zustand der Begeisterung zu versetzen. Haben Sie bei sich schon welche entdeckt? Oder suchen Sie noch? Kommen Sie zum Workshop „Motivation“. Dort werden wir Ihre Motivationsknöpfe aufspüren und stellen uns dabei folgende Fragen: Wie motiviert bin ich? Was motiviert mich? Was beeinträchtigt meine Motivation? Gemeinsam werden wir unsere Motivationsknöpfe aufspüren und festhalten.
Zielgruppe: Lernende

Jutta Stobbe wurde 1957 geboren als „kein Kind zum Vorzeigen“, wie sie es ausdrückt. Als Erwachsene lernt sie das Schreiben. Mit 38 Jahren legt sie dann ihre Meisterprüfung ab. Von da an ist sie von der Lernerin zur Lehrenden geworden. 2005 wird sie zur Botschafterin für Alphabetisierung ausgezeichnet. Damit wurde ihr öffentliches Engagement für die Anliegen erwachsener funktionaler Analphabeten gewürdigt. Als Botschafterin tritt sie in den Medien und auf Tagungen und Fortbildungen als Expertin auf.

B 10 Unternehmen gewinnen – Grundbildungsangebote im Betrieb verankern

Im Austausch mit den Teilnehmern findet der Workshop Antworten auf folgende Fragen: Wieso wird heute EU weit Alphabetisierung/Grundbildung als Herausforderung an Wirtschaft und Gesellschaft gesehen? Welche Argumente überzeugen Unternehmen, dass es „sich lohnt“, ihren geringer qualifizierten Mitarbeiter Grundbildungskurse anzubieten?  Welche Kursangebote motivieren Mitarbeiter zur Teilnahme und wieso sind sie „berufsrelevant“?
Das Verhalten des Akquisiteurs, erforderliche Rahmenbedingungen, der didaktisch-methodische Ansatz und Herausforderungen, denen sich der externe Bildungsanbieter bei der Unternehmensgewinnung und der Umsetzung von Weiterbildungsangeboten für die Zielgruppe gegenüber sieht, werden thematisiert. Die Workshop-Ergebnisse sind von den Teilnehmern für die eigene Akquise und Umsetzung nutzbar. Bei Erfolg tragen sie dazu bei, dass Alphabetisierungs-/ Grundbildungsangebote von der Wirtschaft immer öfter als bedeutsam erkannt und zum selbstverständlichen Element betrieblicher Personalentwicklung werden.

Zielgruppe: alle

Ellen Abraham: Hauptschullehrerin in Niedersachsen. und Hamburg; sonderpädagogisches Aufbaustudium; Lehrerin an Sonderschule für Schüler mit geistiger Behinderung; Fachbereichsleiterin Alphabetisierung; Programmbereichsleiterin Grundbildung, Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelle Bildung u. Schulabschlüsse und Leiterin des Zentrum Grundbildung und Drittmittelprojekte an der Hamburger Volkshochschule bis zur Pensionierung 2008; Projektleiterin des BMBF Projektes GRAWiRA (Grundbildung, Alphabetisierung, Wirtschaft u. Arbeit) bis Ende 2010.
Seit Januar 2011 freiberufliche Aktivitäten als Grundbildungsexpertin sowie ehrenamtliche Kooperation mit der „Freiwilligenbörse Hamburg“ und ehrenamtliches Vorstandsmitglied im "Bundesverband Alphabetisierung u. Grundbildung e.V."

B 11 Das ABC der Öffentlichkeitsarbeit - PR- und Werbeinstrumente im Rahmen der Alphabetisierungs-Kampagne "Lesen und Schreiben - mein Schlüssel zur Welt"

 

Weitere Informationen folgen in Kürze

 

Zielgruppe: alle

Anne Keilig ist Referentin im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Frankreichstudien an den Universitäten Leipzig und Lyon hat sie im UNESCO HQ in Paris an der Koordinierung der Weltalphabetisierungsdekade der Vereinten Nationen mitgewirkt. Außerdem hat sie im UNESCO Institut für Lebenslanges Lernen in Hamburg die Umsetzung des Strategischen Rahmenprogramms LIFE – Literacy Initiative for Empowerment begleitet. Nun ist sie im Referat Öffentlichkeitsarbeit für die Koordinierung der Alphabetisierungskampagne „Lesen und Schreiben - mein Schlüssel zur Welt" zuständig.

Franziska Schönberner geboren 1974 in Oldenburg; Ausbildung:

Studium der Neueren Deutschen Literatur, Philosophie und Linguistik an der Humboldt-Universität Berlin (Magisterabschluss); Funktion: Seniorberaterin und Konzeptionerin bei A&B One, Agentur für Kommunikation GmbH; Kompetenzen und Erfahrungen: Seit 2001 ist Franziska Schönberner bei A&B One tätig. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Konzeption und Umsetzung von Kommunikationskampagnen sowie der strategischen Beratung. Zu ihren Kunden gehören und gehörten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Kampagnen „Lesen und Schreiben – mein Schlüssel zur Welt“, „Aufstieg durch Bildung“), die Deutsche Rentenversicherung Bund zusammen mit dem Arbeitskreis Sozialwahl für die Kampagne zur Sozialwahl 2011, das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit in Kooperation mit dem BMBF (Kommunikation eines nationalen Paktes für weiblichen Nachwuchs in MINT-Berufen) sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Kampagnen „Familienpflegezeit“, „Vorteil Familie“ zur Einführung des Elterngeldes). Zuvor hat Franziska Schönberner als freie Lektorin für den Ullstein Verlag gearbeitet.