Die Botschafter

Edelgard Bulmahn

 

Die Laudatio zur Ernennung von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn zur Botschafterin für Alphabetisierung 2003

 

Sehr geehrte Frau Ministerin,

wie jeder weiß, sprechen Sie sich sehr für die Nutzung der neuen Medien im Bildungsbereich aus. Das habe ich befolgt und dabei im Internet  herausbekommen, dass Sie schon von klein auf gelernt haben müssen, wie man ein Schiff in die richtige Richtung steuert und dass man nur da beschneiden und kürzen sollte, wo es dem Gesamten nicht schadet. Als Tochter eines Binnenschiffers und einer Friseurin sind Sie mit beiden Bereichen bestens vertraut.

Bildung heißt für Sie immer auch  Bildung für Alle und Abbau von Bildungsbenachteiligung. Damit steuern Sie für uns Alphabetisierer in die richtige Richtung.


Seit Antritt Ihres Amtes im Jahr 1998 haben Sie durch die kontinuierliche Förderung zahlreicher Projekte und Aktivitäten im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung Ihre Programmatik Tat werden lassen. Einige wenige Beispiele:

  • Förderung von Fachtagungen wie die zahlreichen Bad Boller Konferenzen
  • Förderung von Projekten zur berufsorientierten Alphabetisierung wie beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung 
  • Förderung von Publikationen wie die Basis-Information „Ihr Kreuz ist die Schrift. Analphabetismus und Alphabetisierung in Deutschland"
  • Förderung des brandneuen E-Learning Projektes APOLL, angesiedelt beim Deutschen Volkshochschulverband durchgeführt in Kooperation mit dem Bundesverband Alphabetisierung e.V. 
  • und - gerade frisch vor uns liegend - die Förderung der Auftaktveranstaltung zur UN-Weltalphabetisierungsdekade, die große Fachtagung in Bernburg im November diesen Jahres.

Wir möchten Sie zur Botschafterin für Alphabetisierung auszeichnen, weil wir Ihr Engagement sehr zu schätzen wissen, gerade auch deshalb, weil es genau denen zu Gute kommt, die noch nicht lesen und schreiben können.

Wir möchten Ihnen diese Urkunde und dieses Präsent zugleich mit dem Appell überreichen, sich auch weiterhin für funktionale Analphabeten in unserer Gesellschaft einzusetzen, auch wenn es da noch manche schwierige Schleuse kunstvoll zu durchfahren gilt.

 

Marion Döbert