Heio von Stetten

 

Laudatio

 

Lieber Herr von Stetten,

 

viele von uns kennen Sie als Schauspieler und erinnern sich vielleicht an den Spielfilm „Der Kaktus“, der vor wenigen Wochen im Fernsehen zu sehen war.

 

Ich habe Sie zum ersten Mal bewusst in der Komödie „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ wahrgenommen. Diese Komödie aus dem Jahr 1998 ist übrigens schon ab 12 Jahren freigegeben.

 

Persönlich sind wir uns dann im Jahr 2006 begegnet. Das Hôtel Concorde Berlin feierte 2006 seinen ersten  Geburtstag und hatte 180 Gäste und aus Wirtschaft und der Berliner Gesellschaft zur Literarischen Soirée eingeladen. Sie und andere Schauspieler lasen auf dieser Benefizveranstaltung zugunsten der Alphabetisierung aus Maxim Gorkis „Wie ich lesen lernte“.

Dort unterhalten Sie sich auch zum ersten Mal mit Lernern aus Lese- und Schreibkursen. Hier im Bild mit einem „Botschafter für Alphabetisierung 2005“, Horst Uhrig

 

2007: Fünf prominente Schauspielerinnen und Schauspieler lesen bei einer Lesegala in Hotelsuiten aus selbst gewählten Werken der Weltliteratur.

Auch dabei handelt es sich um eine Benefizveranstaltung, und  Heio von Stetten ist wieder dabei.

Auch dieses Mal sind nicht nur Prominente anwesend, sondern auch

Lernerinnen und Lerner, die der Bundesverband zu „Botschaftern für Alphabetisierung“ ernannt hatte, weil sie in der Öffentlichkeit über ihre Probleme mit der Schrift, aber auch über ihre Lernerfolge, berichtet haben.

 

Im Jahr 2009 zeichnet der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung die Preisträger des Schreibwettbewerbs, der mit Unterstützung der E-Plus Gruppe durchgeführt wird, auf einer Literarischen Soirée aus.

Mit dabei sind u.a. David Kross, der bereits im Film „Der Vorleser“  Kate Winslet vorgelesen hat, und: Heio von Stetten.

 

In den Folgejahren haben Sie sich dann als Jurymitglied beim Schreibwettbewerb engagiert und die schwierige Aufgabe übernommen, die besten Einsendungen zu ermitteln.

Und Sie waren jedes Mal bei der Auszeichnung der Preisträger anwesend und haben die Gewinnertexte vorgetragen.

So auch im letzten Jahr.

Ebenfalls im letzten Jahr haben Sie schließlich die Texte aus dem Schreibwettbewerb der letzten Jahre in einem Tonstudio aufgenommen.

Diese haben wir in einem Hörbuch zusammengestellt, das in den Lese- und Schreibkursen zum Einsatz kommt.

 

Auch dieses Jahr sind Sie wieder beim Schreibwettbewerb dabei:

 

als Jurymitglied – zusammen mit Tim-Thilo Fellmer, dem „Botschafter für Alphabetisierung 2009“ und Herrn Geywitz

und als „Vorleser“ bei der Ehrung der Preisträger im November hier in Berlin.

 

In einem Interview weisen Sie auf die hohe erzählerische Kompetenz der Gewinnertexte hin.

Zitat: „Die Autoren hatten offensichtlich nicht nur „Schreiben“ als rein handwerklichen Vorgang erlernt, sondern gleichzeitig die Plastizität von Sprache, die Mittel für Spannung und überraschende Umschwünge erkannt.“

Diese erzählerische Kompetenz der Lerner bringen Sie, Herr von Stetten, mit Ihrer Vortragskunst zu Gehör.

 

Damit auch Sie sich davon überzeugen können, hören nun einen kurzen Text, gelesen von Haio von Stetten.

 

Lieber Herr von Stetten, Sie haben sich über viele Jahre für die Alphabetisierungsarbeit ehrenamtlich engagiert.

 

Dafür danke ich Ihnen im Namen des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung.

 

Ich freue mich, Sie heute als „Botschafter für Alphabetisierung 2013“ auszuzeichnen und hoffe sehr, dass Sie sich auch in Zukunft engagieren.

 

Herzlichen Glückwunsch

Peter Hubertus